Di., 08.09.2026, 14 Uhr (online)
Dr. Marco Görtz & Sven Kamphausen:
Einsatz von Virtual Reality-Technologie in Verkehrszivilsachen
Am 22.01.2026 setzte am Landgericht Köln erstmals eine Vorsitzende im Rahmen einer zivilgerichtlichen Verhandlung eine VR-Brille auf. Dr. Marco Görtz, der als gerichtlich bestellter Sachverständiger das unfallanalytische Gutachten in diesem Verkehrsunfallverfahren erstellte, berichtet gemeinsam mit dem beteiligten Sachverständigen Sven Kamphausen aus erster Hand, wie ein per 360-Grad-Kamera aufgezeichnetes Rekonstruktionsvideo den Verfahrensbeteiligten die Sichtverhältnisse am Unfallort unmittelbar erfahrbar machte. Als Sachverständige für Verkehrsunfallrekonstruktion zeigen sie – anhand weiterer Beispielsfälle -, welches Potenzial VR-Technologie für die Beweisaufnahme in Verkehrszivilsachen entfaltet – und wo ihre Grenzen liegen.
Sven Kamphausen ist öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für Verkehrsunfallrekonstruktion. Er studierte Maschinenbau und absolvierte seinen Master in Fahrzeugtechnik an der RWTH Aachen. Seit 2017 ist er in der Unfallrekonstruktion tätig und erstellt Gutachten für Gerichte, Staatsanwaltschaften und Polizeibehörden. Seit 2025 verantwortet er den operativen Bereich der DRG Unfallrekonstruktion GmbH. Sein Schwerpunkt liegt in der technischen Analyse, der mathematisch-physikalischen Rekonstruktion sowie der operativen Umsetzung komplexer Unfalluntersuchungen.
Dr. Marco Görtz ist öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für Verkehrsunfallrekonstruktion. Er ist Diplom-Ingenieur, Kfz-Meister sowie Master of Engineering in Traffic Accident Research. Er erstellt Gutachten für Gerichte, Staatsanwaltschaften und Polizeibehörden und ist auf die mündliche Gutachtenerstattung spezialisiert. Zudem ist er Lehrbeauftragter und regelmäßig Referent zu Themen der Unfallrekonstruktion. Dr. Görtz ist Geschäftsführer der DRG Unfallrekonstruktion GmbH.